Aberfeldy 25 Jahre (2023) 125th Anniversary
Zum 125-jährigen Bestehen der Brennerei im Herzen der Highlands hat Aberfeldy eine limitierte Sonderedition aufgelegt. Dieser 25-jährige Single Malt reifte zunächst über zwei Jahrzehnte in Refill Hogsheads und Refill Butts, bevor er ein über einjähriges Finish in First-Fill Oloroso Sherry Fässern erhielt. Abgefüllt ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff bei 46% – ein würdiges Jubiläumsgeschenk.
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Verkostung
Nase
Der erste Eindruck ist einnehmend warm und einladend. Sofort dominiert der für Aberfeldy so typische Heidehonig, hier aber in einer deutlich reiferen, dunkleren Ausprägung als bei den jüngeren Abfüllungen. Dahinter entfalten sich Walderdbeeren und sonnenverwöhnte Pfirsiche, die nahtlos in eine cremige Karamellschicht übergehen. Mit etwas Luft kommen feine Noten von Kakaopulver und Zimt zum Vorschein, begleitet von einer dezenten, aber spürbaren Oloroso-Süße: getrocknete Datteln und Feigen. Die Eiche ist nach 25 Jahren präsent, bleibt aber erstaunlich zurückhaltend und untermalt das Ganze mit einer warm-würzigen Grundierung.
Gaumen
Am Gaumen zeigt sich der Aberfeldy 25 vollmundig und samtweich. Reife Nektarinen und Erdbeeren bilden ein fruchtiges Fundament, das von einer malzigen, fast an gezuckerten Getreidebrei erinnernden Cremigkeit getragen wird. Die Sherry-Fass-Einflüsse bringen Vanillesahne und geröstete Mandeln mit, ohne je aufdringlich zu werden. Im Hintergrund schimmert eine feine Kaffeenote durch – wie ein Hauch Espresso im Dessert. Die 46% geben dem Mundgefühl eine angenehme Substanz, die bei einem solch gereiften Whisky willkommen ist. Insgesamt eine bemerkenswert harmonische Komposition, in der kein Element die Oberhand gewinnt.
Abgang
Der Abgang ist lang und wärmend. Waldbeeren und Karamell klingen nach, während die Eiche nun etwas deutlicher hervortritt und eine angenehm trockene, leicht tanninige Würze hinterlässt. Zimt und ein Hauch von Muskatnuss begleiten den Ausklang, der sich langsam in eine sanfte Honig-Süße auflöst. Ein Nachklang, der zum Innehalten einlädt und die Komplexität dieses Whiskys noch einmal unterstreicht.
Gedanken
Marcel 87/100 - (Ausgezeichnet)
Der Aberfeldy 25 Jahre 125th Anniversary ist ein wunderbar stimmiges Gesamtpaket: Das Oloroso-Finish veredelt den ohnehin schon honigsüßen Highland-Charakter, ohne ihn zu überlagern. Man spürt die 25 Jahre in jedem Schluck – in der Tiefe, der Cremigkeit, dem endlos langen Finish. Kein Whisky, der laut um Aufmerksamkeit schreit, sondern einer, der leise überzeugt und mit jedem Nosing eine neue Facette preisgibt. Ein würdiges Jubiläum.
Sascha 86/100 - (Ausgezeichnet)
Mit seiner ausgewogenen Balance zwischen der natürlichen Honigsüße der Brennerei und den komplexen Sherry-Einflüssen zeigt dieser 25-jährige Aberfeldy, wie gelungene Fassreifung und Finish harmonieren können. Die Struktur ist präzise, die Aromenvielfalt beeindruckend, ohne je in Überladung abzugleiten. Einzig der Preis relativiert die Begeisterung – für das Gebotene ist er ambitioniert, wenngleich im Segment der 25-Jährigen nicht ungewöhnlich.
Preis-Leistung: 0/5 (Keine Bewertung)
Entdecke unsere Preis-LeistungssiegerHäufig gestellte Fragen
Was macht den Aberfeldy 25 Jahre 125th Anniversary Edition besonders?
Diese limitierte Sonderedition wurde zum 125-jährigen Bestehen der Brennerei abgefüllt. Der Whisky reifte über 25 Jahre in Refill Hogsheads und Refill Butts und erhielt ein Finish in First-Fill Oloroso Sherry Fässern. Er ist ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff bei 46% abgefüllt.
Wie schmeckt der Aberfeldy 25 Jahre im Vergleich zum Aberfeldy 12?
Während der Aberfeldy 12 Jahre als milder, cremiger Einsteiger mit dezenten Honigtönen überzeugt, zeigt der 25-Jährige eine deutlich komplexere und tiefere Aromenstruktur. Die Honig-DNA bleibt erhalten, wird aber durch reife Trockenfrüchte, Kakaonoten und das Oloroso-Sherry-Finish um ein Vielfaches vielschichtiger.
Lohnt sich der Aberfeldy 25 Jahre preislich?
Mit einem Literpreis von rund 650 € ist der Aberfeldy 25 Jahre kein Schnäppchen. Im Vergleich zu anderen 25-jährigen Highland Single Malts bewegt er sich aber im üblichen Rahmen. Die Qualität und Komplexität rechtfertigen den Preis für Liebhaber gereifter Whiskys durchaus.